
«Von Wärme und Hoffnung»
Sonntag, 29. März 2026, 17.00 Uhr
Kirche Seen
André Simanowski, Orgel
Pfrn. Irena Widmann, Wort
Die Zeit wird nicht in Stunden gemessen
sie wird in Wärme und Hoffnung gemessen.
(Serhij Zhadan)
Seit dem 24. Februar 2022, dem Tag des russischen Überfalls auf die Ukraine, gilt dort eine neue Zeitrechnung, die ein Davor und Danach kennt. Davon zeugt der Gedichtband «50 und 1 Gedicht» von Serhij Zhadan. Geschrieben zwischen Ende 2021 und Sommer 2023 stemmt sich der ukrainischen Schriftsteller in diesem lyrischen Tagebuch gegen das Verstummen und ringt darum, dem Unsagbaren Ausdruck zu verleihen.
Die Reminiszenzen zum Palmsonntagsgeschehen, die auf die Karwoche weisen und beim «musik&wort» von Orgelwerken von Bach, Brahms und anderen Komponisten umrahmt werden, setzen Zhadans Lyrik ins Licht der Passionsgeschichte – der Geschichte, die an Ostern einen Neuanfang nimmt.
Serhij Zhadan, 1974 in der Ostukraine geboren, studierte Germanistik, promovierte über den ukrainischen Futurismus und gehört seit 1991 zu den prägenden Figuren der ukrainischen Literaturszene. 2022 wurde er mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichnet. Er lebt in Charkiw und ist seit Mai 2024 Soldat.
Eintritt frei – Kollekte für den Musikfonds
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