
Sonntag, 31. Mai, 17.00 Uhr
Ref. Kirche Seen
Klavierquintette von Brahms und Schumann
Nuancen Streichquartett
Regula Dudás, Klavier
Programm
Johannes Brahms (1833-1897)
Klavierquintett f-Moll, op. 34
I. Allegro non troppo
II. Andante, un poco adagio
III. Scherzo. Allegro
IV. Finale. Poco sostenuto – Allegro non troppo – Presto non troppo
Robert Schumann (1810-1856)
Klavierquintett Es-Dur, op. 44
I. Allegro brillante
II. In Modo d’una Marcia. Un poco largamente
III. Scherzo. Molto vivace
IV. Allegro ma non troppo
Schumanns Quintett für Klavier, zwei Violinen, Viola und Violoncello entstand in einem Schaffensrausch innerhalb von nur fünf Tagen. Für eine ganze Generation von Komponisten wurde es zum romantischen Kammermusikwerk schlechthin: Triumphale Aufschwünge wechseln sich mit zurückgenommenen Passagen ab, auf einen Trauermarsch folgt eine schwärmerische Idylle. Das Scherzo wird von zwei Trios unter-schiedlichen Charakters unterbrochen, und das Thema des letzten Satzes in Moll lässt einen Durchbruch in Dur erwarten, was mit einer Doppelfuge über das Thema des ersten Satzes erfolgt.
Anders bei Brahms: nach einer Fassung für Streichquintett und dann als Sonate für zwei Klaviere stellte er das Werk in der finalen Fassung für Klavierquintett nach etwa drei Jahren Schaffenszeit fertig. Es zeigt den noch wenig risikoscheuen jungen Brahms: Der gesamtheitliche Affekt ist oft ungestüm und impulsiv, trotz vieler Passagen mit reichlich Gefühlsbetontheit. Einzig der zweite Satz ist eine Insel der Gelassenheit, obwohl auch sie verwundbar ist für harmonische Instabilität.
Eintritt frei – Kollekte
Leider ist dies mein letztes Kammermusikkonzert in der Kirche Seen. Um so mehr freue ich mich auf eine zahlreiche Zuhörerschaft!
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